Die Parisfahrt

Die Parisfahrt bestand dieses Jahr nicht wie sonst immer aus dem vierstündigen Französischkurs sondern auch noch aus dem vierstündigen BK-Kurs. Als wir am Mittwoch, dem 13. September 2017, in den Zug stiegen, wussten wir noch nicht, was uns erwartete, jedoch hatten viele schon große Vorfreude auf die Stadt. Obwohl wir das Programm schon kannten, erwarteten wir viel von der Stadt im Zusammenhang mit Kultur, Kunst und für den ein oder anderen auch im Zusammenhang mit Mode. Als wir am Mittag in Paris ankamen, regnete es zwar, jedoch hielt uns dies nicht davon ab, mit Frau Gesell und Herrn Schmeja einen Sparziergang oder eher eine „Spazierfahrt“, da wir mit der Metro hinfuhren, zu Notre Dame zu starten.

Dort angekommen, sind wir aufgrund des Wetters sehr schnell in die gotische Kirche aus dem 13. und 14. Jahrhundert hineingegangen. Frau Gesell machte dort, wie so oft auf dieser Reise, den Reiseführer, indem sie die Interessierten über die Geschichte und die Bauweise der Kirche informierte. Danach war der restliche Nachmittag für die Schüler frei und da die meisten erschöpft von dem langen Tag waren, blieben sie bis zum gemeinsamen Abendessen im Hotel. Am nächsten Morgen gingen wir alle zusammen früh Richtung Louvre. Dort bot Frau Gesell an, eine Führung, durch die ihrer Meinung nach wichtigsten beziehungsweise interessantesten Gänge des Museums, zu machen und ein paar Bilder zu erklären. Da ein paar der Schüler jedoch nicht so kunstinteressiert waren, konnten sie sich mit einem Plan alleine im Louvre fortbewegen. Danach ging ein Teil der Gruppe für sich ein paar Sehenswürdigkeiten anschauen und ein anderer Teil ging mit Herrn Schmeja und Frau Gesell zu dem „Jardin du Luxembourg“ und aß dort ihr Mittagessen, welches die Schüler sich auf dem Weg gekauft hatten. Anschließend ging dieser Teil der Gruppe ohne Herrn Schmeja und Frau Gesell zum bekanntesten Wahrzeichen von Paris, dem Eiffelturm. Wir waren sehr motiviert, liefen den ganzen Weg zum Eiffelturm und nahmen statt des Aufzuges die Treppen. Als danach noch etwas Zeit blieb, gingen wir zum „Arc de Triomphe“, diesmal mit der Metro, und liefen danach noch die „Champs Elysées“ herunter. Am Abend trafen wir uns wieder, um mit der Gruppe gemeinsam Abend zu essen. Jedoch fiel die Auswahl des Essens auf arabisch, was einem Teil der Gruppe nicht ganz zu munden schien, weshalb einige das gemeinsame Essen ausfallen ließen. Der Teil der Gruppe, welcher mit den begleitenden Lehrern mitgegangen war, ging am Abend noch mit ihnen zum „Montmatre“ und zur „Sacré Coeur“. Der andere Teil der Gruppe ging an diesem Abend noch zum Eiffelturm, um ihn bei der stündlichen Lichtshow begutachten zu können. Am vorletzten Tag besuchten wir mit der Gruppe die Kathedrale St. Denis mit unserer persönlichen und sehr informativen Reiseführerin Frau Gesell und anschließend war es einem freigestellt, ob man noch mit den Lehrern in ein Museum der Fotographie gehen mochte oder lieber sich frei in der Stadt bewegen wollte. Das Museum „Jeu de Paumes“, das wir besuchten, war nicht besonders groß, jedoch passte das Sprichwort „klein, aber fein“ perfekt zu diesem Museum. Die Bilder waren hauptsächlich ältere schwarz-weiße Fotografien und es gab noch ein paar Filme, die man ansehen konnte. Nach dem Museum trennte sich die Gruppe wieder und wir gingen, da wir nicht zu dem Teil gehörten, der schon auf dem „Montmatre“ war, dorthin. Wir besuchten die „Sacré Coeur“ von innen und hatten das Glück, einen Gottesdienst miterleben zu können. Daraufhin gingen wir den Berg hinab und schlenderten noch durch die vielen kleinen französischen, wenn auch touristischen Straßen. Den modernen Teil von Paris namens „La Défense“ wollten wir ebenfalls auch nicht missen und fuhren mit der Metro dorthin. Am Ziel angekommen, fuhren wir auf „La Grande Arche“ und hatten von dort aus noch einmal eine ganz andere Sicht auf Paris. Diesmal gingen wir ohne Herrn Schmeja zum gemeinsamen Abendessen, da dieser bei Freunden aus Paris zum Abendessen eingeladen war. Nichtsdestotrotz fanden wir ein gemütliches französisches Restaurant, in dem wir unseren letzten Abend verbrachten. Da wir am letzten Tag erst um 16 Uhr losfuhren, blieb uns noch Zeit, ein letztes bisschen Paris zu sehen, bevor wir es für eine längere Zeit nicht mehr sehen würden. Wir hatten vor, ein wenig die Stadt auf uns wirken zu lassen und ein wenig zu schlendern, damit wir nicht nur von einem Museum und zur nächsten Sehenswürdigkeit liefen. Dafür schlug uns Herr Schmeja das Studentenviertel vor, weil dies nicht so touristisch sei. Viele von uns setzten diesen Vorschlag in die Tat um. Als wir dann auf dem Rückweg im TGV saßen, wurde den meisten bewusst, dass die Erwartungen, die sie hatten, übertroffen worden waren, und zwar nicht nur, weil man so viel gesehen und erlebt hatte, sondern einfach auch, weil wir das alles als Gruppe erlebt hatten. Außerdem fanden wir es alle super von Herrn Schmeja und Frau Gesell, dass sie uns vertraut hatten und uns alleine durch die Stadt laufen und fahren ließen. Nicht jeder Lehrer/in würde so etwas tun und es führte dazu, dass wir dieses nicht sehr selbstverständliche Vertrauen auch nicht ausnutzten sondern immer stets vor Ort waren, wenn wir uns trafen. Zudem durften wir auch Metro fahren und wenn man mit so vielen Parisern in derselben Metro sitzt, fühlt man sich manchmal, als wäre man selbst einer, nur mit Stadt- und Metroplan in der Hand. Dadurch, dass wir selbst so viel ohne die Lehrer unterwegs waren, sprachen wir auch des Öfteren Französisch. Diese Parisfahrt hat uns nicht nur Paris näher gebracht und unsere Gruppe zusammengeschweißt, sondern einfach Spaß gemacht und wir sind alle froh, dass wir all das Geschriebene erleben durften.

 

Von Andrea Reisdorf

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