Drittortbegegnung  Collège St. Pierre-

Lise Meitner Gymnasium in Camaret-sur-mer 2014

 

Nach mehreren erfolgreich durchgeführten   Drittortbegegnungen mit französischen     Partnerschulen gab es auch in diesem     Schuljahr für die Klassen 8 und 9 des    Lise-Meitner-Gymnasiums ein einwöchiges   Treffen mit einer bretonischen Partnerschule  in Camaret-sur-mer, einem wunderschönen  Fischerhafen am äußersten Westzipfel in der Bretagne.

 

 

Unter dem Titel „Deutsch-französischer Frühling am Meer“ fand die Drittortbegegnung vom 24. bis zum 28. März 2014 im Club Léo Lagrange statt, einem Zentrum, das auf deutsch-französische Sprachbegegnungen spezialisiert ist und vom deutsch-französischen Jugendwerk gefördert wird. Der Club bietet den Schülern alle erlebnispädagogischen Möglichkeiten für interessante Ausflüge, Segeln, Küstenwanderungen, Besichtigungen, Strandspiele, regionale Küche und bretonische Tänze. Diese gemeinsamen Erlebnisse bilden die Grundlage für die Kommunikation in der Fremdsprache. Die Erkundung der Meereswelt und der faszinierenden Umgebung geben Einblick in die Kultur und Natur der Bretagne und bieten genug Gesprächsstoff, der in den gemeinsamen Sprachstunden aufgegriffen wird. Die erfahrenen Gruppenbetreuer sind alle zweisprachig und verfügen über lange Erfahrung im Bereich der Erlebnispädagogik. Das Unterrichtsmaterial ist eigens für die Begegnungen erstellt und fördert spielerisch den Umgang mit der Fremdsprache.

Nach vierzehnstündiger Busfahrt war das Ziel endlich erreicht und die Neugier auf die französischen Austauschpartner des Collège St. Pierre aus Ploeuc sur Lié, mit denen die Schüler bisher nur schriftlich  Kontakt hatten, war groß. Nach der Zimmerbelegung und dem gemeinsamen Mittagessen fanden unter Leitung der Animateure Ludo, Marie und Marco erste Kennenlernspiele statt wodurch anfängliche Kommunikationsschwierigkeiten schnell verschwanden.  Bereits am ersten Abend gab es ein großes Teamspiel, in dem deutsch-französische Mannschaften gegeneinander antraten um in einem Zeitraster lustige Aufgaben (z.B. das Gurgeln eines Liedes) gemeinsam zu lösen und vor einer Jury zu präsentieren. Die Heiterkeit war groß und erste Freundschaften wurden geknüpft, die sich im Laufe der Woche vertieften.

 

Am nächsten Tag stand Segeln auf dem Programm. Fachmännisch in Segelmontur und begleitet von einem professionellen Segellehrer erlernten die Schüler alle Techniken des Segelns, hielten das Boot auch bei stürmischer See und Regen gut auf Kurs und brachten die Filao sicher wieder in den Hafen zurück. Dort wurden anschließend noch Seemannsknoten geübt, die die Schüler als Souvenir mitnehmen durften.

Danach gab es eine Rallye im Hafen von Camaret, welche die Schüler mit dem Ort und seinen Bewohnern vertraut machte. Durch Anziehen in der Gruppenfarbe und durch gute Präsentation auf einer abschließenden Modenschau konnte jede Gruppe noch weitere Punkte sammeln. Am Ende gab es großen Applaus für alle Teilnehmer und die Stimmung in der Gruppe wurde immer besser.

Am Mittwoch zeigte sich endlich die lang ersehnte Sonne und die Schüler hatten die Möglichkeit, auf einer Klippenwanderung zur Pointe de Pen Hir die Schönheit und Wildheit der Felsenküste zu entdecken. Durch den Besuch der deutschen Bunkeranlagen aus dem zweiten Weltkrieg bekamen sie zusätzlich einen Einblick in ein dunkles Kapitel der deutsch-französischen Geschichte.


 

Die bretonische    Frühgeschichte in Form der Menhire von Lagatjar erkundeten die Schüler danach spielerisch. In deutsch-französischen Tandems mussten sie nach Ertasten mit verbundenen Augen ihre Hinkelsteine wiederfinden. In diesem Spiel, das mit Bravour bewältigt wurde,  war großes Vertrauen in ihre jeweiligen Partner gefragt.

Die Anstrengung des Tages wurde abends mit einem gemeinsamen Crêpes-Essen belohnt, indem sich Deutsche und Franzosen gegenseitig bedienten. Auch wenn der kulinarische Genuss aufgrund  gewagter Saucen-Kombinationen manchmal zweifelhaft war, hatten die Schüler dabei viel Spaß.

 

Begleitet wurde die ganze Woche von einem Fotoprojekt. Nach einer kurzen Einführung in die Fotografie mussten die Schüler auf Motivsuche gehen und sowohl Stillleben als auch bewegte Bilder aufnehmen. In den gemeinsamen Sprachstunden wurden dazu deutsch-französische Texte verfasst. Am Ende folgte eine Bilderausstellung und das beste Foto wurde ausgewählt:

                    

 

Nach der Abschluss-Party am letzten Abend gab es viele Umarmungen, das Austauschen von Adressen und einen tränenreichen Abschied, bevor beide Gruppen die Heimreise antraten mit dem festen Versprechen, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

     

 

Die Bilanz nach dem Aufenthalt, der ganz reibungslos ablief, war sowohl auf deutscher wie auch auf französischer Seite sehr positiv:

Neben der Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaften waren die Schüler überzeugt, durch die ständige Kommunikation in der Fremdsprache große Fortschritte gemacht zu haben.

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler dieses Jahr von den Lehrkräften         

Frau Rang, Frau Eichhorn und Herrn Löytved-Hardegg

- Herzlichen Dank!

 

 

 

 

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